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HARMOMED FORTE
Fachinformation      
HARMOMED FORTEGebrauchsinformation

Harmomed® forte - Dragees

Z.Nr.: 17.362

Zusammensetzung:
1 Dragee enthält 28 mg Dosulepinhydrochlorid (entspricht 25 mg Dosulepin) und 5 mg Diazepam sowie Lactose, Kartoffelstärke, Cellulose, Magnesiumstearat, Siliziumdioxid, Talk, Polyvidon, Gummi arabicum, Saccharose, Titandioxid (E171).

Arzneiform: Dragees

Packungsgrößen:
30 und 60 Dragees

Pharmazeutisch-therapeutische Kategorie und Wirkungsweise:
Harmomed forte führt bei depressiven Zuständen und deren Begleiterscheinungen innerhalb kurzer Zeit zu Stimmungsaufhellung, Angstlösung, Beruhigung und Besserung körperlicher Beschwerden.

Zulassungsinhaber und Hersteller:
F.Joh.Kwizda Ges.m.b.H., 1010 Wien

Anwendungsgebiete:
Depressive Verstimmungen und damit verbundene Angstzustände, sowie körperliche Symptome bzw. Organbeschwerden.

Gegenanzeigen:
Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile; akuter grüner Star, schwere krankhafte Muskel-schwäche, Delirien und Vergiftungen mit Alkohol, Psychopharmaka oder andere auf Gehirn und Nerven wirkenden Mittel.
Nur unter ärztlicher Kontrolle ist Harmomed forte zu verwenden bei
bestimmten Herzkrankheiten (Herzschwäche‚ Rhythmusstörungen), Prostataleiden, schweren A-temwegserkrankungen, Darmverengung, Neigung zu Krampfanfällen.

Schwangerschaft und Stillperiode:
Während der Schwangerschaft darf Harmomed forte nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung angewandt werden, in der Stillperiode wird bei regelmäßiger Einnahme des Präparates Abstillen empfohlen.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und besondere Warnhinweise:
Harmomed forte soll nicht gleichzeitig mit einem sog. MAO-Hemmer (ausgenommen mit dem Wirkstoff Moclobemid) angewandt werden, sondern erst nach einem Intervall von 1 - 2 Wochen.

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Im höheren Alter, bei Gehirndurchblutungsstörungen oder bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen kann im Einzelfall die Wirksamkeit verstärkt in Erscheinung treten und mit einer niedrigeren Dosie-rung das Auslangen gefunden werden. Bei Diabetikern können unter Umständen die Blutzuckerwer-te beeinflußt werden.

Nach lang dauernder Anwendung von Psychopharmaka kann sich unter Umständen ein Abhängig-keitsgefühl entwickeln, welches sich bei abrupter Beendigung der Einnahme durch Symptome wie Unruhe oder Schlaflosigkeit bemerkbar macht. Wiewohl diese Gefahr bei Harmomed forte gering ist, empfiehlt sich bei Therapiebeendigung nach längerer Einnahme eine schrittweise Verminderung der Dosis.

Der Eintritt einer Schwangerschaft ist dem Arzt zu melden.
Arzneispezialität für Kinder unerreichbar aufbewahren!


Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer auf Gehirn oder Nerven wirkender Arzneimittel ist eine wechselseitige Wirkungsverstärkung möglich. Weitere allfällige Wechselwirkungen betreffen ein-zelne blutdrucksenkende Medikamente (mit Clonidin und Guanethidin), bestimmte Arzneimittel gegen Krampfzustände oder Muskelverspannungen sowie Präparate mit den Wirkstoffen Cimetidin, Disulfiram sowie Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung. Informieren Sie deshalb den verord-nenden Arzt, wenn Sie gleichzeitig auch andere Medikamente einnehmen.
Mit Alkohol kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.

Dosierung und Art der Anwendung:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sind täglich 2-3 Dragees unzerkaut mit Flüssigkeit einzu-nehmen, 1 Dragee morgens, allenfalls 1 Dragee mittags und 1 Dragee abends.
Ihr Arzt kann eine höhere Dosis bis 6 Dragees verordnen.

Überdosierung:
Bei massiver Überdosierung von Harmomed forte kann es u.a. zu Bewußtseinstrübung, Störungen des Bewegungsablauf es oder der Atmung, stark unregelmäßigem Herzschlag und Blutdruckabfall kommen. In einem solchen Fall ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Nebenwirkungen:
Zu Behandlungsbeginn gelegentlich leichte Müdigkeit oder Benommenheit, vor allem bei höherer Dosierung vereinzelt Mundtrockenheit, Verstopfung, Beschwerden beim Harnlassen, unregelmäßi-ger Herzschlag‚ Blutdrucksenkung, Schwindelgefühl, Muskelschwäche bzw. Gangunsicherheit, Muskelzittern, Kopfschmerzen, leichte Seh- oder Sprechstörungen. In sehr seltenen Fällen Verwirrt-heit, Erregung oder Unruhe sowie Überempfindlichkeitsreaktionen, hauptsächlich in Form von Hauterscheinungen.

Falls diese oder andere Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apo-theker.

Verfallsdatum und Lagerung:
Verwenden Sie das Medikament nur bis zu dem auf der Verpackung angegebenen Ablaufdatum.
Nicht über 25°C lagern, Lichtschutz erforderlich.

Erstelldatum: 5/2002

Bei Unklarheiten sollten Sie fachliche Beratung bei Ihrem Arzt oder Apotheker einholen.


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